Das sind wir...


Mein Name ist Edeltraud Maly, mir wurde am 11. März 1974 der Kehlkopf entfernt und ich spreche mit der Ösophagussprache (Speiseröhren-Stimme).

Es war damals eine schwere Zeit, Information gab es keine, der logopädische Unterricht war noch nicht so verbreitet, man war sich selbst überlassen. Vor 5 Jahren haben wir den Landesverein der Kehlkopflosen und Halsatmer Niederösterreichs unter Mithilfe des Vorstandes der HNO-Station des A.ö. Krankenhaus Wr. Neustadt, Herrn Prim. Dr. Robert Pavelka, gegründet. 

Diese Einrichtung soll allen Betroffenen Information über Hilfsmittel- Möglichkeiten der Stimmrehabilitation und neuen Lebensmut geben. Wir betreiben wieder Sport, gehen Schwimmen und führen ein normales Leben. Wir haben nur eine andere Stimme und eine Halsöffnung (Tracheostoma) zum Atmen.

 

 

Kehlkopflose helfen sich selbst 


Die nicht immer erfreulichen Erfahrungen vor und nach der Kehlkopfoperation haben die davon Betroffenen schon vor 15 Jahren veranlaßt, Selbsthilfegruppen in Österreich zu gründen. Wir haben in Österreich  Landesverbände, die verantwortlich tätig sind.

 


Was will die Selbsthilfegruppe der Kehlkopflosen und Halsatmer?


In den Statuten steht, dass sich die Verbände um zeitgerechte Sozialarbeit zum Wohle aller Kehlkopflosen und Halsatmer zu bemühen haben. Insbesondere haben sie folgende Ziele:

  • Förderung aller Maßnahmen zur sprachlichen (stimmlichen), medizinischen und sozialen Rehabilitation;

  • Pflege des Erfahrungsaustausches seiner Mitglieder in der Absicht, gleichartige Bestrebungen zu koordinieren und gemeinsame Aktionen durchzuführen;

  • Unterrichten der Behörden und Krankenversicherungen über die Probleme der Kehlkopflosen sowie Anregungen von Verbesserungen;

  • Zusammenarbeit mit allen öffentlichen, privaten und wissenschaftlichen Organisationen mit ähnlicher Zielsetzung auf nationaler und internationaler Ebene.

  • Vertretung der Anliegen der Betroffenen in der Öffentlichkeit zur Stärkung in Pflege der sozialen Verantwortung in der Bevölkerung.

  • Die Arbeit der Selbsthilfegruppen wird weitestgehend von den Mitgliedern finanziert und nur zum geringen Teil aus Sponsorenbeiträge.

Was machen wir und wie können Sie uns helfen?


Die nicht immer erfreulichen Erfahrungen vor und nach der Kehlkopfoperation haben die davon Betroffenen schon vor
25 Jahren veranlaßt, Selbsthilfegruppen in Österreich zu gründen. Wir haben in Österreich Landesverbände, die verantwortlich tätig sind.


Was machen wir?

  • Wir treffen uns unter Direktbetroffene, Angehörige und Gleichgesinnten zu kulturellen Anlässen und frohen geselligen Runden
  • Wir besuchen neu zu Operierende vor und nach der Operation im Spital (SOFERN WIR VON DIESEN ERFAHREN).
  • Wir zeigen bei Zusammenkünften mit Neuoperierten, dass man auch ohne Kehlkopf zufrieden und glücklich leben kann.

 

Was will unsere Vereinigung?

  • Vermittlung unserer Erfahrung an Kehlkopfkranke und deren Angehörige, wenn möglich schon vor der Operation  
  • Förderung der kulturellen und sozialen Interessen der Kehlkopflosen innerhalb der Gesellschaft
  • Aufklärung der Bevölkerung über unsere besondere Situation, sowie Vorträge  in den Schulen, Samariter-Vereinen

 

Kehlkopflos = Sprachlos?


Nein,
denn die meisten Kehlkopflosen können sich durch das Erlernen einer Ersatzsprache verständigen.

 

Wir kennen drei Möglichkeiten der Ersatzsprache:

  • Das Erlernen der Speiseröhren-Sprache (Oesophagus-Sprache)
  • Einsetzen einer Sprechprothese, aus synthetischem Material, im Innern einer Fistel zwischen der Luft- und Speiseröhre, mit deren Hilfe die Oesophagusstimme erzeugt wird.
  • Das Sprechen mit einer elektronischen Sprechhilfe.


Dank der wertvollen Hilfe vor allem der Fachärzte für Phoniatrie (Stimmheilkunde) und der Sprachtherapeuten/innen (Logopäden/innen) sind wir fähig, uns wieder zu verständigen.

Wie können Sie uns helfen?

Vermeidung
von Fehlverhalten, das oftmals verletzt. Wir sind Menschen wie Sie auch, nur mit einem kleinen Nachteil: mühsameres Sprechen.


Wen
n Sie einen Kehlkopflosen kennen, melden Sie ihn uns; vielleicht kennt er uns noch nicht und ist froh für unsere Mithilfe.

Wir werden zum überwiegenden Teil von unseren Mitgliedern und zum geringen Teil aus Förderungen, materiell
unterstützt. Um aber alle Projekte und Vorhaben realisieren zu können, reichen unsere eigenen Mittel nicht aus, darum sind wir für finanzielle Unterstützung dankbar.

Sollten Sie noch Fragen haben, so stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung
!

Wir vermitteln unsere Erfahrungen auch alle nötigen Hilfsmittel zum Schutze unseres Atmungsorgans und zur Pflege des Stomas